Hallo,
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6624824/syrn9h/index.htmZitat:
"Wir werden nicht zurückdrehen zum G9", sagte Schick gestern bei einem Treffen der Gymnasiallehrer in Fellbach (Rems-Murr-Kreis). [...]
Auf die Kritik einer Englischlehrerin sagte Schick, die Zeit für einen guten Sprachunterricht sei durch die Verkürzung von G9 auf G8 zu knapp geworden. Daher müsse man die Selbst- und Hausarbeit gerade bei den Sprachen wieder stärker unterstützen. Von einem Gymnasiasten könne man verlangen, dass er auch außerhalb der Schule selbstständig weiterarbeite.
G8 (das 8 jährige Gymnasium, statt wie bisher 9 Jahre) bedeutet mehr Unterricht je Tag, also weniger Freizeit wie bisher. Das bedeutet auch, dass Vereine (und Parteien) noch weniger Jugendliche finden (wie z.B. in Lörrach für das JuPa!).
Jetzt sollen die Schüler den Unterricht auch noch durch zusätzliches Arbeiten aufbessern, weil die Lehrer es nicht können. Auffällig ist, dass die Anzahl der Stunden gar nicht gesenkt wurde. Anscheinend ist die Aufnahmekapazität der Schüler an einem Tag doch begrenzt und der Nachmittagsunterrricht einfach weniger hilfreich.
Kinder deren Eltern keine Fremdsprache können, oder für die Schule eher unwichtig ist, werden jetzt abgehängt. Diese können nur zum Teil die Defizite durch Selbstunterrricht aucgleichen. Und Nachhilfe ist teuer.
Aus meiner Sicht eine sehr unsozialer Ansatz. Für liberale Menschen ein Grauss. Bildung ist ein Bürgerrecht und keine Gnade des Staates.
Grüsse
tilo